Alltäglich grüßen die Krümel

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Der wunderschöne Alltag, jeden Tag müssen wir Dinge immer wieder tun, manche sogar zur selben Zeit. Gerade mit Kindern ist es noch wichtiger diese täglichen Rituale einzuhalten. Auch für uns Erwachsene ist es nach wie vor gut, tägliche Rituale zu haben. Es ist unser Rythmus, wie ein Musikstück, braucht auch unser Tag einen Rythmus in dem wir uns hinein gleiten lassen können und dem wir vertrauen können, dass alles läuft. Und es braucht auch Flexibilität, damit die Melodie noch ihren Platz im Musikstück findet, die Melodie ist vielleicht an manch Tagen ruhiger, in manch Phasen Energischer. Aber ohne die Melodie, würde der Tag wie ein ewig gleicher Trommelrythmus sein. Mit der Melodie lebt die Musik und beides lebt voneinander!

Ich für mich, hatte den Alltag eigentlich nicht so gerne, hatte manchmal sogar Angst, wenn Alltag einkehrt wird es fad und langweilig! Alltag gleichbedeutend mit immer das Gleiche tun „müssen“. Aber ich hab was ganz entscheidendes festgestellt, erstmal das Wort ansich, im Wort Alltag steckt das Wort „All“ für Unsiversum – Unendlichkeit. Also wurde mir klar, im Alltag ist alles enthalten! Alles wichtige, vielleicht auch alles nicht so wichtige- die Abenteuer genauso die Ruhephasen, Wäsche zusammenlegen und Wolken beobachten, Kekse mampfen und Krümel wegkehren… unendlich schön die Vorstellung, dass Alltag jeden Tag etwas besonderes IST.

Zweitens durfte ich noch folgendes erfahren, das kennt wahrscheinlich jeder, auch schon ohne Kinder spürbar, aber mit noch deutlicher! Während ich z.B. meine Wohnung sauge, denke ich noch an die Liste in meinem Kopf, auf der steht, nachher noch Wäsche waschen, danach einkaufen, dann Kinder vom Kindergarten abholen. In diesem Moment bin ich so im Stress, damit meine Liste ja heute noch funktioniert! Also bin ich garnicht beim Staubsaugen, ich bin woanders. Fataler wird es mit den eigenen Kindern. Ach komm, schnell noch Windeln wechseln, Zähne putzen und dann ab ins Bett, denn ich wollt doch dieses oder jenes machen oder einfach meine Ruhe haben. Ist ja nicht schlimm, wenn mal solche Gedanken auftauchen, ich möcht nur mal deutlich machen, dass wir zu diesem Zeitpunkt nicht beim Kind selbst sind, wir sind woanders. Ich hab das auch bei mir beobachtet, es passiert. Aber entscheidend ist, ich hab die Wahl in diesem Moment wieder zurück zu kehren. Denn das größte Geschenk was ich meinem Kind machen kann (und auch mir selbst) ist ganz präsent zu sein, da zu sein, Kinder nehmen das ganz stark wahr! Sie haben noch feinste Antennen, das dürfen wir nicht vergessen!

Und jetzt kommt das spannende, die Umsetzung! Denn das führt zu einer neuen Qualität im Alltag mit sich selbst und mit den Kindern und auch in Partnerschaft, ach eigentlich zu allem 😉 Wie begebe ich mich wieder in den Moment? Ich glaub manchmal denken wir auch es sei unbedeutend, die Suppe vorzubereiten, oder die Zähne zu putzen oder Schuhe an und aus ziehen oder der Gang zur Toilette. All diese Kleinigkeiten machen unseren Tag, egal wo wir uns gerade befinden. Wenn wir über all die scheinbaren Nichtigkeiten so denken, nimmt uns das schon das Erlebnis ganz im Moment da zu sein und sich selbst zu erfahren!

Auch da könnten wir nochmal von unseren Kindern lernen, sie sind ganz im Moment da, sie wollen sich erfahren während sie die Zahnpasta selbst drauf quetschen, sie sind ganz neugierig und offen für das was da passiert und freuen sich unendlich wenn es funktioniert oder auch mal zuviel rausploppt! Ja das mag jetzt vielleicht in uns die Zeitplanerin hellhörig werden lassen und sagen: „ABER, das dauert alles viel zu lange, muss alles heut noch in diesem Tempo funktionieren, mach mal schnell, ich muss mal schnell…“ Tja, das ist was das können wir vielleicht mal an manch Tagen beginnen, an dem es uns erstmal leichter fällt, an dem weniger Termine sind und weniger ansteht. Und trotzdem bleibt noch die Frage, wer sagt dass es immer effektiv zu gehen muss? Seien wir doch mal ehrlich mit Kindern, ist das nur dann realisierbar, wenn ich sie auch in diese Richtung drille! Eine Anmerkung , Vielleicht sind wir Menschen nicht dazu gedacht von einem zum anderen zu funktionieren, vielleicht sind wir dazu gedacht, zu SEIN?! (Gut, da müsste sich noch einiges ändern, aber Veränderung fängt immer beim einzelnen an!)

Ich glaube aus tiefstem Herzen, dass wir nicht dazu gedacht sind, nur im selben Rythmus zu takten, sondern auch unsere Melodie die wir unserem Tag verleihen – unser Sein, unsere Liebe und unsere Impulse – diesen Tag und auch der nächste und auch der darauf folgende kann dadurch etwas ganz besonderes sein. Dann schauen wir eines Tages auf viele viele Momente zurück und können sagen wir haben unser eigenes Lied gespielt, mit Rythmus und Takt, mit improvisierten Melodien und Klängen, wir haben gelebt!

So nochmal zur Umsetzung – Ich erlebe, wenn ich ganz im Krümmel wegkehren präsent bin, bin ich frei und glücklich! (Ja das klingt verrückt, ist aber echt erstaunlich ;)) Nur der Gedanke >was schon wieder, ach immer das gleiche< machen diesen Moment kaputt!!! Auch das ganze bewerten, ist das nun gut das ich das machen muss oder nicht, können diesen Moment schon verändern. Lass ihn wie er ist. Krümmel wegkehren Punkt. Schimpfen, verärgert sein, blöd reagiert Punkt. Nachbarin angelächelt, nicht zurück gelächelt Punkt. Also ganz wach präsent zu sein, ist wie eine tägliche Meditation. Ich erlebe mich selbst dann in dem was ich da tue, spüre meine Hände – sehe, rieche – Ups ich denke- ok werde es mir bewußt und hole mich selbst wieder zurück. Spüre, sehe, erlebe! So einfach, und doch eine Herausforderung! Und dann wenn es jetzt Zeit ist zum Denken, mach dir nen Kaffee (oder Tee) und denke! Auch das gehört natürlich dazu!

Wieso geht zum Beispiel die Zeit so schnell vorbei mit unseren Kindern (oder auch mit anderen Erlebnissen oder den Monaten, Jahren)? Nur weil wir nicht ganz da sind. Kennst du den Moment, in dem du ganz den Duft deines Kindes in dich aufnimmst, mit deinen Fingern seinen Arm streichelst und dabei seine warme zarte Haut spürst, ihn hochnimmst und siehst wie groß er schon geworden ist, wie das Lachen und die Worte oder das Singen von ihm in dein Ohr gleiten dich tief berühren und dieser Moment fühlt sich ewig an, dieser Moment dringt in dich ganz ein und bleibt da für immer!

Foto by Sabrina Schindzielorz

Unangenehme Wahrheit

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Ich würde sagen aus vollem Herzen sind wir alle Herzblutmamas, geben jeden Tag unser bestes, jeder auf seine Weise. Ja wir stellen oft unsere Mamas in ein gutes Licht, oder tun das was uns verletzt hat ab, dass es ja so schlimm nicht war. Und jetzt stellen wir uns selbst auf ein hohes Podest, noch höher als die eigene Mama, denn wir machen es jetzt auf alle fälle besser wie sie. Und wir lieben unsere Kinder aus vollem Herzen, tun alles was wir können, sind im Spagat alles was die Gesellschaft, unser Umfeld, Familie oder auch was wir von uns selbst fordern und auch noch das was die Kindern von uns fordern in bester Weise zu erfüllen. Schön, dass wir unseren Job so toll erledigen.

Jetzt aber trotzdem mal auch die Sicht auf die Seite die wir alle nicht so gern anschauen bis garnicht. Ich mein wer möchte sich denn gerne eingestehen, dass alles zuviel ist? Dass man (frau) einfach keine Lust hat heute aufzustehen um wieder 24 Std. „Online“ für alle da zu sein. Wer gibt offen und ehrlich gegenüber seinem Kind und sich selbst zu, dass es eigentlich nicht der richtige Zeitpunkt war, als es kam oder dass sie enttäuscht ist, weil es kein Junge geworden ist, sondern nur ein Mädchen? Oder anders herum? Wer kann sich aushalten, wenn die Furie in einem so richtig loslegt, wütend ist und am liebsten alle sonst wo hinwünschen würde? Oder wer kann überhaupt die Wut gegenüber seinem Kind auch zeigen? Oder kommt auch manchmal eine verborgene Erinnerung hoch, eine Wut die du nicht ganz greifen kannst? Kannst du dir eingestehen, dass du total überfordert bist mit allem, genervt, gereizt? Nicht weißt wie du mit der Wut oder Traurikeit deines Kindes umgehen sollst (oder deiner eigenen), oder mit der ewigen Bockerei oder der Pupertät? Du im Grunde keine Ahnung hast wie du dein Kind erziehen sollst, außer das Vorbild deiner Eltern und das was du in der Gesellschaft siehst oder was im Mamisklatsch ausgetauscht wird?! Kannst du dir eingestehen, dass es vielleicht in dir sogar einen Teil gibt, der gerne wieder frei und ungebunden sein möchte, nur die Verantwortung für sich selbst?

Vielleicht können wir uns einfach mal für einen Moment erlauben uns von Liebe, Freude Eierkuchen zu befreien und der totalen Wahrheit ins Gesicht blicken. Den Anspruch runter schrauben, dass wir zu jedem Zeitpunkt immer Liebe für unsere Kinder empfinden „müssen“.. Es bedeutet ja nicht nun alles in Frage zu stellen, was wir für unsere Kinder empfinden, es geht doch einfach darum es einfach ganz unverfälscht im Moment da sein zu lassen. All dieses Unterdrückte, in die Tiefe verdrängte gärt doch nun eh schon seit Generationen in uns, damit schaden wir unseren Kindern und am meisten uns selbst. Wollen wir es nun wirklich wieder an sie weitergeben? Oder kannst du in den Spiegel schauen, das anschauen was dir nicht gefällt, vielleicht auch das darin traurige, wütende Mädchen (Jungen) erkennen, oder vielleicht sogar erkennen, dass deine Mama natürlich immer das beste getan hat, aber dich trotzdem verletzt hat?

Tut es denn uns einen Abbruch einfach ehrlich zu sein? ja einem Teil in uns schon, diesem Teil, der dieses Bild braucht um vollständig zu sein, um Anerkennung zu erfahren. Aber es gibt auch noch jenen Teil in uns, der sich nach Aufrichtigkeit sehnt. Etwas dass sich an was ganz ursprügliches, natürliches sehnt.

Liebe als das zuerfahren was sie wirklich ist, und nicht den Lügen in unseren Kopf glauben schenken wie sie sein müsste, die Gedanken die uns eine Liebe vorgaukeln die uns niemals wirklich erfüllen wird (und auch nicht unsere Kinder). Wenn einst in dir was anklopft und die Sehnsucht nach wahrhaftiger Liebe sich frei macht, dann folge ihr, es lohnt sich. Tust DU es, tust du es für alle und auch für deine Kinder und/oder deine Eltern. Jeder einzelne ist aufgerufen, sich mutig diesen Illusionen zu stellen, sich aus diesem beengenden Kreis zu befreien, denn befreist du dich, befreist du alle.

Foto by Sabrina Schindzielorz

Ursprüngliche MutterLiebe

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Hast du dich schon mal gefragt, wie es wohl gewesen wäre, wenn deine Mama über dir wie schützende Flügel einfach da ist, ohne etwas von dir zu wollen, sondern einfach nur da zu sein, dir den Raum zu geben, ganz du selbst zu sein, dass du dich einfach so entwickeln kannst wie du bist. Nicht wie dich „jemand“ gerne gehabt hätte, oder wie du hättest besser sein können, oder du nicht gut genug bist so wie du bist… In diesem Raum, hättest du die Möglichkeit Fehler zu machen, hinzufallen, blöd zu sein, deine Fähigkeiten zu entdecken, die Welt zu entdecken, ängstlich, traurig, lachend, wütend, freudig, laut, leise zu sein… alles was gerade da ist im Moment und es wäre immer eine Energie da, die dich trägt die dich versorgt, die dir das wichtigste niemals versagen würde – LIEBE! Diese Liebe wär dir immer gewiss, immer! Diese Mama würde vielleicht schonmal schimpfen und Sie würde dir schon das eine oder andere im bestimmten Ton erklären, aber die Liebe wär immer da, es gibt nicht diese Option, wenn du dies oder das nicht machst oder so tust, lieb ich dich nicht mehr..  Nein, das sagt sie nicht und du spürst noch nicht einmal das Sie es spüren würde und nur nicht sagt. In ihr ist eine Liebe für dich vorhanden, die nichts erwartet, sie freut sich wenn du kommst und deinen Kopf auf ihren Schoß legst, wenn du ihre Nähe suchst, aber sie liebt dich ebenso, wenn du es nicht willst, wenn du deine ganze Wildheit lebst und herumspringst und du einfach so sein darfst, gerade diese Lebendigkeit liebt sie an dir!

Und sie möchte auch nicht, dass du ihre Leere in ihr füllst. Sie ist in einem Bewußtsein, indem sie selbst für sich gut sorgt und ihre Liebe zu sich selbst aus ihr heraus auch zu dir unerschöpflich ist. Sie hat dich geboren aus einem inneren Seelenwunsch, nicht um etwas schönes an ihrer Seite zu haben oder um dem Kind die Verantwortung aufzuladen, dass es das Verbindungsglied zu einer schon zerrütteten Partnerschaft ist oder das dieses Kind ihr all das gibt, was ihr sonst niemand geben konnte. Nein, du entstehst in ihrem Schoß aus einer Liebe die dich im Zeugungsmoment schon liebt und versorgt, und die dich mit einer Freude empfängt die alles übersteigt. Eine große Liebende Hand, die dich trägt, schützt und nährt. Dein bloßes Sein ist das grösste Geschenk!

Diese Mama weiß um dich, sie sieht dich ganz und liebt dich genauso. Sie vergleicht dich auch nicht mit deinen Geschwistern, stellt dich nicht höher oder macht dich kleiner, sie liebt euch beidermaßen besonders. Es ist eine Liebe die auch ohne einander zu sehen über tausende Kilometer Entfernung dich diese tiefe Verbindung fühlen lässt und selbst über den irdischen Tod hinaus geht.

Wie sieht die Wirklichkeit aus… leider gibt es niemand den ich kenne der so eine Mama hat oder selbst so eine ist. Anteile daraus vielleicht ja, aber in dieser Reinheit nicht. Trotzdem schrieb in mir gerade etwas diese Zeilen, eine Erinnerung an etwas das möglich ist, das es vielleicht mal gab oder gibt. Auch wenn es bis jetzt niemand in dieser Form erlebt hat, oder wir auch diese Mama noch nicht ganz sein können, können wir uns mit unserer göttlichen Mutter verbinden und uns mit all dem auffüllen was uns fehlt, was uns noch unvollständig werden lässt. Und uns eingestehen, dass wir keine überirdischen Supermamas sind, sondern auch einfach Mensch mit all den alltäglichen Herausforderungen und doch noch selbst sehr bedürftig sind. Wir selbst uns noch nach einer bedigungslosen Liebe sehnen die nichts von uns will. Die Wahrheit ist nicht immer schön anzusehen, denn wir haben ja auch gelernt wie wir es schön verpacken, damit es nicht weh tun muss. Es braucht also auch den Mut in sich aufzuräumen, gnadenlos ehrlich hinzuschauen und dann aber auch liebevoll sich selbst und anderen zu vergeben. Denn solange wir in uns diese Leere nicht selbst füllen können, was für eine Liebe geben wir dann unseren Kindern weiter?

 

Foto by Kristina Assenova

Mitgefühl

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Noch besser, noch schöner, einfach nur das beste für unsere Kinder. Wir machen uns viel Gedanken, bemühen uns. Egal ob es Anfangs Stillen und Ernährung ist, kommt das richtige Spielzeug bis hin zur Grippe und Kindergartenauswahl, nachhaltige Erziehung und so weiter… Wir wollen es so richtig Richtig machen, zumindest bekomme ich es bei vielen mit und natürlich auch bei mir selbst. Wahrscheinlich ist das so ein Natürlicher Instinkt in uns. Aber gerade in der jetzigen Situation muss ich manchmal an all die Flüchtingsfamilien denken, die aus ihrer Heimat fliehen müssen und noch schlimmer ihre Kinder oder Eltern vor ihren Augen verlieren oder auch im Ungewissen sind ob sie noch leben. Es berührt mich zutiefst und gleichzeitig werde ich dankbar und demütig, dass meine Kinder gesund sind, frei auf der Strasse spielen können, immer genügend zu essen haben und dass ich für Sie da sein kann. Es berührt mich, wenn ich all die Beschimpfungen, den Hass gegen Menschen die aus einem anderen Land fliehen müssen mitbekomme. Was wäre wenn ich in dieser Situation wäre? Oder du?

Wieso denken immer noch viele, dass die Landesgrenzen auch eine Grenze zwischen den Menschenherzen bedeuten muss? Ein Kind spielt mit dem anderen, egal woher es stammt und wie es spricht. In der tiefe unser aller Kinderherzen wissen wir es, da verbirgt sich noch eine reine Liebe zu allem, erst durch das was uns gesagt wird, was wir sehen, was wir irgendwann als unseren Glauben annehmen, entsteht diese Grenze. Erinnere dich. Hebe diese Grenze auf.

Schließlich lässt es mich auf alles was auf diesem Planeten derzeit geschieht sehen, dass es die Grenzen sind die uns spalten, die Angst. Im Unbewussten wirkt diese Kraft vernichtend wie wir sehen. Mein naives Kinderherz fragt sich immer wieder, es gibt doch nur ein Land  „Planet Erde! “ folglich gibt es nur eine Rasse, MENSCH! in unterschiedlichen Ausführungen.

Mitgefühl ist das was uns verbindet, was uns wieder näher bringt. Fühle ich mich in das hinein, wird etwas in mir wach. Etwas, dass in uns allen ist…

(Foto by Sabrina Schindzielorz)

Talent!

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„Ich kann nicht malen.“ „Ich kann nicht singen.“… nicht tanzen. nicht klettern. „Was? Wieso glauben wir das manchmal …..

Schau mal ein jedes Kind an… frägt es sich ob es malen kann? Nein, es malt einfach. oder ob es singen kann? Nein, es singt einfach. Das ist unsere Natur, das ist deine Natur. Jeder kann malen, singen, lachen, tanzen, klettern… In deiner Natürlichkeit willst du nichts anderes als dich ausprobieren, dich ausdrücken- einfach so wie du bist. Der Neugierde nachgeben, neues zu entdecken ist ein Talent das in jedem von uns steckt.

Nagut, du könntest sagen, nein, ich kann wirklich nicht singen, ich treffe keinen Ton richtig. Ja aber wer bewertet denn ob es richtig ist? DU!!! Und die Person, die dir das einst eingeredet hat. Ja du bist so aufgewachsen, so ist auch noch immer diese Welt in der wir leben.  Aufgebaut auf Vergleiche mit anderen und Bewertung! Und im Belohnungsprinzip wird das noch stark unterstützt, eine Eins für gute Leistung, eine Sechs für sehr schlechte Leistung! Liebe und Anerkennung für gutes, Ablehnung für schlechtes.

Nein, es ist nicht gut genug um…. Ich hab da einfach kein Talent… Ich bin nicht kreativ… und und und. Die Liste lässt sich unendlich weiterführen von diesen hinderlichen Sätzen die in uns sind.

Zumindest ist unsere Generation noch so aufgewachsen, aber was passiert mit der nächsten? Mit unseren Kindern? Wir haben immer die Chance, es JETZT anders zu machen! Es JETZT in uns selbst zu verändern und an all diese Potenziale die in unseren Kindern steckt zu glauben. Fange an zu glauben, dass DU es kannst… Nimm dir Papier und Farbe und male einfach drauf los. Singe schief und schräg im Auto zu deinen Lieblingssongs oder zu Singstar 😉 . Tanze wild oder sanft wie es dir gefällt zur Lieblingsmusik. Klettere auf einen Baum. Schreibe wieder Tagebuch. Lausche den Geräuschen der Natur. Lauf einfach drauf los ohne zu wissen wohin. Du mußt ja kein Profisportler oder Superstar werden. Mach es wie ein Kind, wie dein Kind – in einer Sinnlosigkeit für irgendein Ergebnis und in totaler Absichtslosigkeit, der einzige Sinn ist einfach der Moment in dem es passiert, indem es dir Freude bereitet. Mehr muss es nicht. Ich nenne das eine Form von Freiheit. Frei ohne irgendwelche Erwartungen an Anerkennung! Frei von dem Anspruch es „richtig“ oder „gut“ zu machen!

Ich sehe wie meine Jungs mich genau beobachten. Sie nehmen wirklich alles auf, aber ich glaube auch wie ich mit ihnen umgehe ist sehr entscheidend. Einfach z.B. nur mal deine Reaktion auf dein Kind, es zu unterstützen dass es sich auf seine ganz einzigartige Weise ausdrücken darf… dem Kind Mut zu machen auch in seinen scheinbaren Schwächen… Freiräume schaffen um sich auszuprobieren und zu entdecken.. Dann Zusehen und staunen wie die spielerische Leichtigkeit die ein Kind von Natur aus hat auflebt, wenn es sich entfalten darf. Und was gibt es schöneres für Eltern als das eigene Kind wachsen zu sehen.

Viel Spaß beim Spielen!!! 🙂

(Foto by Sabrina Schindzielorz)

 

ECHT!

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In Sachen Echt-Sein darf ich (wir) jede Menge von meinen Kindern lernen. Denn ich hab gelernt zu funktionieren, der Sonnenschein zu sein, damit es allen gut geht. Nicht wütend zu sein, denn dafür gibt es keinen Platz und wahrscheinlich auch dieses alte Ding, dass Mädchen eben nicht wütend sind.

Wie gehe ich denn jetzt mit meinen Kindern um? Wie verhalte ich mich? ECHT!!! Ich bin echt wütend, weil ihr zum zwanzigsten Mal diese blöden Flaschen auf den Kissen ausschüttet… Ich bin echt traurig, weil mein lieblingsbuch einen Riss hat… ich bin echt überfordert, weil ihr zwei keinen Bock habt zurück zu laufen und ich zwei bockige Kleinkinder nachhause schleifen muss… ich bin echt fröhlich, weil es eben grad so schön ist mit euch fangen zu spielen und wir einfach so Spaß dabei haben.

Ich hab für mich entdeckt, wie oft ich für alle performe, ich bin hier der Animateur. Damit es immer schön spaßig und lustig zu geht. Aber das ist echt anstrengend. Ich durfte entdecken, dass es für alle völlig okay ist, wenn ich auch mal langweilig bin, sollen sie doch mal alleine was spielen und dann nehm ich mir wieder Zeit und bin mal voll da, anstatt den ganzen Tag Programm zu starten. Vielleicht, ist es weil Eltern es immer noch besser haben wollen für ihre Kinder, als sie es selbst hatten. Aber ich sehe in ihren Gesichtern, dass sie serwohl die Echtheit meines Seins oder mein unbewußtes Schauspiel spüren. Sie haben es auch verdient, dass wir ihnen echt begegnen, was hilft es ihnen für später, wenn sie gelernt haben, dass man als Erwachsener sich verstellen muss, dass man in Smaltalk sowieso immer die gleiche Antwort gibt – wie geht es dir? Gut! Dass man ewig beleidigt ist, weil man nicht einfach mal so richtig traurig ist oder wütend. Oder die immer während gute Ehe vorspielt, (vielleicht sich sogar selbst?!)  obwohl es innerlich brodelt…

Echt-Sein bedeutet auch im Jetzt-sein. Denn wenn du dich so wahrnimmst wie du dich jetzt fühlst, was jetzt in dir abgeht, dann bist du echt. So einfach. Und doch müssen wir uns dessen erst einmal bewußt werden. Und diesen ganzen Muster-Quatsch von oben abkratzen, dass „WIR“ wieder darunter hervor kommen können.

Und es ist auch ein Riesen Unterschied zu denken ich bin echt, und es im Moment einfach zu sein. Denn ich ertappe mich schon auch dabei, wieder in irgendwelche Dinge zurück zu rutschen und bin nicht bei mir. Ich glaube (mittlerweile) nicht mehr, dass wir hier sind und ständig glücklich durch die Gegend springen müssen, Gefühle passieren aus dem Moment heraus, wir können sie zwar künstlich erzeugen, ja, aber das ist anstrengend und eben nicht echt. Da sie eine Moment-Aufnahme sind, sind sie nicht von ewiger Dauer. Es ist ein Lernen, wieder sich von innen zu spüren, jetzt!

Es lohnt sich das für sich zu erkennen und einfach das wieder bei den Kindern zu lernen. Denn Sie erinnern uns an unser wahres Wesen, ans spielen, Zeit vergessen, trödeln, sich im ganzen zu erleben, wütend sein, herzhaft zu lachen und damit alle anzustecken und auch mal volles Rohr zu weinen. Sie sagen ganz ehrlich ob es ihnen gefällt oder nicht. Sie haben eine so ausgeprägte Fantasie und erfinden aus dem Nichts ein Spiel. Sind neugierig, finden alles interessant, was sie zum ersten Mal sehen und begeistern sich total dafür. Wollen von sich heraus helfen bei den ganz alltäglichen Dingen und machen aus Spülmaschine ausräumen und Staubsaugen ein Mega-Erlebnis 😉

 

 

Herzblutmama anstatt Mrs.Perfekt

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Alles muss perfekt und richtig sein, ich bin die leidenschaftliche Superehefrau, Supermama und noch eine Supergeschäftsfrau, dabei sehe ich immer blendend aus (die Wohnung auch) und ruhe dabei noch entspannt in meiner Mitte.  Puhhh..  Allerdings durfte ich erkennen, dass das auf Kosten meiner Selbst geht und niemanden etwas bringt, außer dass ich allen unheimlich werden würde  😉 , zusätzlich mir unendlich viel Energie raubt und gerade meine Kinder haben davon garnichts. Mir ging es damit nur dann gut, wenn tatsächlich alles gut lief, läuft mal was nicht gut- verurteile ich mich selbst, mach mich vielleicht sogar fertig. Ein unglaublich starker Druck baut sich in mir auf, ein Anspruch dem ich zu jeder Zeit immer gerecht werden möchte. Und mir stellte sich dabei die Frage- Wie sollte ich es genießen können mit meinen Kindern zu sein, wenn alles mögliche in mir organisiert und macht macht macht?! Genießen ist eine Qualität die aus dem Raum für sich selbst entsteht.

Ich möchte Mrs. Perfekt nicht aus meinem Leben haben, denn Sie ist auch sehr wichtig in meiner Arbeit mit Frisuren und Make-ups, wenn ich ein Bild male etc…. Doch möcht ich meiner Herzblutmama in mir mehr Raum geben, denn die Zeit mit meinen Kindern zu erleben bedeutet mir sehr viel, wie schnell ist diese Zeit vorbei. Und dabei auch mit meinem Selbst gesund zu bleiben, fühle ich dass diese Verbindung sehr viel mehr ist und sich in alle Bereiche stärkend und liebend auswirkt.

Sie steckt in uns allen. Sie steckt in dir. Das ist dieser Teil, der intuitiv spürt was die Situation, was deine Kinder, was Beziehungen gerade brauchen. Sie ist dieser besondere Teil in dir, die sich mit ihrer inneren Quelle verbindet um sich dort mit der Kraft aufzufüllen, die Sie braucht für all die Herausforderungen. Mit dieser Kraft bist du wie eine Löwin die ihre Kinder beschützt, unterstützt und auch weiß gegenüber ihren Kindern ihre Grenzen zu setzen. Sie ist wissend von Augenblick zu Augenblick neu. Aus ihr heraus kommen Antworten die für dich und für alle gut sind. Es ist eine so natürliche Kraft und Ruhe, die trotzdem auf eine so lebendige, leidenschaftliche Weise sich ausdrückt. Sie ist eine deiner weiblichen Ur-Qualitäten, die neues Leben entstehen lassen kann, die geduldig wartet bis es reif ist und es hütet wie einen besonderen Schatz und es dann schließlich in die (zur) Welt bringt. Das können Kinder sein, aber auch Impulse und Ideen aus deinem Herzen entstehen aus diesem Sein heraus.

In manch Situtationen hast du sie bestimmt ganz deutlich gespürt…. Vielleicht auch manchmal verloren? Oder der Superwomen den Vortritt gelassen? Wie empfindest du deine beiden Ladys? Oder ist es eine andere, die gerade sehr hervorherrschend ist?

Lass deine Herzblutmama wieder in dein Leben, sie tut dir gut und sie verändert dein Leben auf magische Weise.

 

 

Traumjob MAMA

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zuerst mal- Liebe Mamas – Ihr seid ALLE da draußen einfach wundervoll!

Du bist eine wundervolle Mama, lass es in dein Herz, denn du leistest so unendlich viel, jeden Tag bist du für dein/e Kind/er da, zu jederzeit in jedem Alter.

So nun, jetzt ist das Kind da, jetzt bist du Mama, ein Fulltime-Job der außergewöhnliches abverlangt dein Leben lang. Dieser Eintrag soll dich einfach mal daran erinnern, was es eigentlich wirklich bedeutet Mama zu sein. Denn natürlich gibt es die vielen wunderschönen Momente und diese Liebe die du spürst, wenn es dir tief in die Augen blickt. Die Tränen der Liebe, weil du einfach einen Teil von dir in deinen Armen hälst. Oder wenn dein Kind das erste mal Mama sagt…

Und… Du hast dieses kleine Wesen in dir Reifen lassen- 9 Monate, hast es durch Schmerzen zur Welt gebracht, vielleicht mit den einen oder anderen Komplikationen. Du bist immer da, immer abrufbar zu jeder Tages- und Nachtzeit. Gibst so unendlich viel von dir. Anfangs versorgst du es rund um die Uhr, nur die Schlafzeiten ermöglichen dir selbst mal Ruhe. Du bist gefordert im Führen, organisieren, lehren, versorgen, animieren, unterhalten, spielen und noch vieles mehr…

Ich empfinde es als einen sehr wertvollen Job den ich jeden Tag mache, denn ich bin da, wenn sie aufwachen, singe sie in den Schlaf, Zeige ihnen wie sich das Leben hier anfühlen kann, egal ob ich traurig oder in überschwenglicher Freude bin. Fühle mich in ihre Belange hinein, muss manchmal schnell koordinieren und reagieren. Manchmal bin ich Zufluchtsort und manchmal bin ich die gemeinste Mama überhaupt. Und ich hab eine große Verantwortung, denn ich bereite diese kleinen Menschleins auf ihr Mensch sein für später vor.

Aber das wichtigste ist doch, was mir eine sehr gute Freundin mal sagte, als Mutter kannst du nichts besseres geben als das größte und wunderbarste in deinem Kind zu sehen.

Ich hab das Gefühl, Sag einfach mal DANKE zu dir selbst.

Das erste Mal!

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…ich bin das erste Mal Mama, so fühl ich mich immer wieder in bestimmten Situationen. Gerade wenn es um das „Richtige“ geht. Aber was ist denn das richige? In allem ist es das erste mal, wie erklär ich dem Kind die Welt? Wie bringe ich ihm bei was Grenzen bedeuten? Wie reagiere ich, wenn es diese überschritt? Was mache ich, wenn es das immer wieder tut…

Ja viele Fragen, und vielleicht hast du sie dir auch schon öfters gestellt, egal in welchem Alter die Kinder sein mögen?! Ich hab für mich eine wunderschöne Antwort gefunden. Sie passt auf alle Fragen.

Ich bin das erste Mal Mama, keiner hat es mir je beigebracht und es gab auch keine Unterrichtsstunde dafür, ich hab alles von meiner Mama meist unbewußt gelernt. Für mich hab ich erkannt, dass ich bewusste Schöpferin bin, das heißt, es ist ein ausprobieren was für mich und meine Familie das funktionierende ist, es ist nichts statisches, eher fließend und immer wieder neu. Es gibt nicht wirklich „Die“ richtige Methode, denn jeder Mensch ist einzigartig, du bist einzigartig in deinem Sein, dein/e Kind/er und auch deine Geschichte. Das anzuerkennen, bringt einfach mal den Stress raus, den man(frau) sich manchmal macht.

Manches was ich gelernt habe ist vielleicht gut, manches passt überhaupt nicht, auch Dinge die ich dazu lese sprechen mich vielleicht an, trotzallem muss ich doch in meinem Herzen prüfen und mit gesundem Köpfchen herausfinden was wirklich jeweilig stimmt. Denn wenn ich es einfach nur alles so übernehme, entferne ich mich doch von der Situation und meinen Kindern- ich entferne mich vom Augenblick des Geschehens.
Und auch jede Situation ist immer wieder anders. Während an einem Tag es zu funktionieren schien, war es am darauf folgenden Tag irgendwie weit davon entfernt.

Die Frage ist also nicht, was ist richtig oder falsch? Sondern was funktioniert und was nicht…

In diesem Sinne alles liebe fürs erste mal!